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Pressemitteilung - 29. April 2009

 
 

Eintauchen in das Immunsystem

 

5. Tag der Immunologie


Unterschleißheim, 29. April 2009 – Das Immunsystem kennen – sich vor Krankheiten schützen – die Gesundheit erhalten. Dies sind einige der zentralen Botschaften des „World Immunology Day“, der in diesem Jahr zum fünften Mal stattfindet. Professor Dr. med. Reinhold E. Schmidt, Direktor der Klinik für Immunologie und Rheumatologie, initiierte diesen Tag erstmals in Deutschland. Am Tag der Immunologie, am 29. April 2009, findet an der Medizinischen Hochschule Hannover eine Veranstaltung statt, zu der etwa 700 Schüler und Studenten kommen.

Das menschliche Immunsystem und die Immunologie als Wissenschaft sind von generellem Interesse für alle Menschen weltweit. Denn kein menschliches Wesen kann ohne ein funktionierendes Immunsystem, dem subtilen Zusammenspiel aus Schutz- und Abwehrmechanismen, überleben. Das Immunsystem umfasst einzigartige Mechanismen und die Herausforderungen, falls es erkrankt ist, sind enorm. „Je besser wir unser Immunsystem kennen und verstehen, desto effektiver können wir auch seine Störungen erkennen und behandeln“, erklärt Prof. Schmidt.


Immunmangelerkrankungen nur zu einem Bruchteil diagnostiziert

Nach Schätzungen der Deutschen Selbsthilfe Angeborene Immundefekte (DSAI), sind in Deutschland etwa 100.000 Menschen von einem Immundefekt betroffen, aber nur rund 1.400 Menschen erhalten eine adäquate Therapie 1. Vor diesem Hintergrund sind alle Bemühungen um eine frühzeitige Diagnose von eminenter Wichtigkeit. Denn nur wenn die Diagnose rasch genug gestellt wird, kann auch eine therapeutische Intervention schnell genug eingeleitet werden. Ereignisse wie der „World Immunology Day“ können dazu beitragen, das Bewusstsein und den Bekanntheitsgrad von Immunmangelerkrankungen in der Öffentlichkeit zu steigern. Wie die Erfahrung zeigt, kann die Diagnose einer Immunmangelerkrankung am besten in einem spezialisierten Zentrum gestellt werden. Um Eltern auf die Warnzeichen einer primären Immunschwäche (PI) aufmerksam zu machen, haben Fred und Vicki Modell im Jahre 1987 zum Gedenken an ihren Sohn die „Jeffrey Modell Foundation“ gegründet. Jeffrey starb im Alter von 15 Jahren an einem Immunmangelsyndrom. Zur Zielsetzung der Stiftung gehören Forschung, Fortbildung von Ärzten, Patientenunterstützung und Erhöhung des allgemeinen Bekanntheitsgrads der primären Immundefizienz. „Nach wie vor gibt es zu viele Kinder und Erwachsene, die an einer Immunmangelerkrankung leiden und es nicht wissen. Wir hoffen, mit dem „World Immunology Day“ viele Hausärzte und Kinderärzte sowie Familien zu erreichen, indem wir die Warnzeichen von Immundefizienz in die Öffentlichkeit tragen”, betont Prof. Schmidt. Denn noch immer sind Erkrankungen wie die Agammaglobulinämie, das schwere, kombinierte Immundefizienzsyndrom oder IgG-Subklassendefekte, um nur einige herauszugreifen, zu wenig bekannt. In diesem Zusammenhang ist wichtig zu wissen, dass das Immunmangelsyndrom mehr als 150 Erkrankungen umfasst. Die „Jeffrey Modell Foundation“ unterstützt bisher weltweit 51 Zentren in 19 Ländern der Erde, die sich in ihrer Arbeit speziell um die Diagnostik und Therapie des primären Immundefizienz-Syndroms kümmern. „Wir freuen uns, dass das Unternehmen Baxter unsere Arbeit unterstützt“, sagt Fred Modell. Soeben wurde im brasilianischen Sao Paolo, Brasilien, ein neues Zentrum, das einzige in Lateinamerika, eröffnet. Auch in Europa sind weitere Zentren geplant.


Behandlungsoptionen mit Immunglobulinen

Wenngleich für die meisten Immunmangelerkrankungen bis heute keine kausale Therapie existiert, ist die intravenöse oder subkutane Gabe von Immunglobulinen eine effektive Therapieoption, die die Patienten vor Infektionen und weiteren Komplikationen der Erkrankung schützen kann. Der besondere Vorteil der subkutan verabreichbaren Immunglobulinlösungen ist die Möglichkeit, die Behandlung zu Hause durchzuführen zu können.


Fazit

Noch immer sind Erkrankungen der primären Immundefizienz in der Öffentlichkeit nahezu unbekannt. Demzufolge wird bei vielen Betroffenen eine falsche oder gar keine Diagnose gestellt. Dem steht die Tatsache gegenüber, dass auch heute schon wirksame Medikamente verfügbar sind, die den Patienten ein nahezu normales Leben ermöglichen. Ereignisse wie der „World Immunology Day“ am 29. April 2009 tragen dazu bei, die Öffentlichkeit für diese Erkrankungen zu sensibilisieren.

1. Deutsche Selbsthilfe Angeborene Immundefekte e.V., http://www.dsai.de/.


Über die Jeffrey Modell Foundation

Die Jeffrey Modell Foundation wurde 1987 von Vicki und Fred Modell in Erinnerung an ihren verstorbenen Sohn Jeffrey gegründet. Jeffrey starb mit 15 Jahren an einer primären Immundefizienzerkrankung. Die Stiftung engagiert sich für frühzeitige und präzise Diagnose, sinnvolle Therapie und schließlich für die Heilung des primären Immundefizienzsyndroms.

Weiter Informationen über primäre Immundefizienz finden Sie unter www.info4pi.org.


Über Baxter


Baxter International Inc. (NYSE: BAX) entwickelt, produziert und vermarktet Produkte, die das Leben von Menschen mit Hämophilie, immunologischen Erkrankungen, Krebs, Infektionserkrankungen, Patienten mit Nierenversagen, Trauma und anderen chronischen, akuten oder lebensbedrohlichen Krankheiten erhalten und bewahren. Die Impfstoffe von Baxter schützen Menschen vor lebensbedrohlichen Infektionen. Als globales, diversifiziertes Gesundheitsunternehmen verbindet Baxter seine fachliche Kompetenz und Erfahrung bei Medizinprodukten, Pharmazeutika und in der Biotechnologie, um Produkte zu entwickeln, welche die Patientenversorgung weltweit verbessern.

Weitere Informationen finden Sie unter www.baxter.de



Herausgeber:
Baxter Deutschland GmbH
Pressestelle
Edisonstraße 4
85716 Unterschleißheim

 
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